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Bei jedem Hausbau sollte man verschiedene Versicherungen abschließen. Es kann aber durchaus sein, daß der Generalunternehmer oder die Hausbaufirma eine oder mehrer Versicherung selber abgeschlossen hat. Diese können im Vertrag ein Bestandteil sein. Evt. sollte man sich dieses nachweisen lassen. Das haben wir allerdings nicht gemacht.

Bauherrenhaftpflicht

Diese Versicherung schützt Sie vor Ansprüchen von Dritten, die wärend des Bauvorhabens entstehen. Verantwortlich für jeden Schaden ist nämlich der Bauherr. Bauarbeiter, Kinder oder auch Unbefugte können Schaden nehmen oder in eine Baugrube fallen. Ein Schild "Eltern haften für Ihre Kinder" hilft da nichts.
Die Haftpflichtversicherung gilt nur für eine bestimmte Zeit und wird durch eine Zahlung bezahlt. Die Preise sind verschieden und reichen von 110€ bis 350€ für die gleiche Leistung für max. 2Jahre.

Bauleistungsversicherung

Diese Versicherung hat bei uns der Generalunternehmer selber abgeschlossen. Sie dient dazu Schäden abzudecken, die den Bau gefährden können. Dazu zählt Diebstahl, Wasserschäden, Vandalismus,...

 

Rohbaufeuerversicherung

Diese Versicherung ist meistens Bestandteil in der Gebäudeversicherung, welche man später abschließen muss. Da eine Gebäudeversicherung erst gilt wenn das Haus bezugsfertig ist, sollte man für den Brandfall eine Rohbaufeuerversicherung abschließen.

Dabei gibt es zwei gängige Varianten. Es wird für den Bauzeitraum der Beitrag für eine Gebäudeversicherung bezahlt, welche dann im ersten Jahr nach Fertigstellung verrechnet wird, so das die Feuerrohbauversicherung kosten los ist.

Die zweite Variante ist das Abschließen einer Gebäudeversicherung für mindestens 2 Jahre.

Die Versicherung deckt standardmäßig Schäden wie Sturm, Hagel, Vandalismus, Schmelzwasser, Bemannte Flugobjekte,... ab. Meistens kann noch eine Elementarversicherung abeschlossen werden, die weitere Schäden abdeckt. Vergleicht man verschiedene Angebote, so gibt es da schon starke Unterschiede.

 

Bauhelferversicherung

Diese dient dem Schutz von privaten Helfern. Wir selber haben diese nicht abgeschlossen und weisen unsere Helfer darauf hin, dass diese selbst versichert sein müssen. Das Beste ist, sich das schriftlich geben zulassen. Ob das im Falle eines Unfalls ausreicht, kann ich nicht sagen.

 

Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (www.bgbau.de)

Nachdem man die Baugenehmigung erhalten hat, bekommt man nach einiger Zeit Post von der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft. Für alle die es nicht wissen, diese bieten eine gesetzliche Unfallversicherung an, die für alle Helfer (Privatleute, die beim Bau mithelfen) abgeschlossen werden MUSS!
Dieses ist gesetzlich vorgeschrieben und kann mit Bußgeld bis zu 2500 € bestraft werden, wenn man z.B. das Schreiben ignoriert, oder man falsche Angaben macht. In unserem Fall haben wir 6 Monate Zeit, das Formular auszufüllen. In einer Tabelle werden dann alle Helfer aufgeführt und die Arbeitsstunden eingetragen. Für jede Arbeitsstunde muß der Bauherr in Sachsen 1,56€ Beitrag bezahlen. Der Bauherr und der Ehepartner sind NICHT mit versichert. Es gibt einen Mindestbeitrag von 100,-€.
Da wir keine Helfer brauchen und die Eigenleistungen selber durchführen, brauchen wir die Versicherung nicht abzuschließen. Das Formular muss man trotzdem abschicken; am Besten kurz vor Fristende, da das Haus dann schon fertig ist. Ist das Haus noch nicht fertig, so bekommt man ein erneutes Schreiben, um weitere Angaben für den Zeitraum vom Zurückschicken des ersten Formulars bis zum Zurückschicken des neuen Formulars zu machen.
Wenn man keine Helfer "beschäftigt" so trägt man dort "Fehlanzeige" in die Tabelle D ein.

 

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 09. November 2009 um 18:16 Uhr
 
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