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Di. 1.9.2009
Damit alles sauber bleibt, gibt es ebenfalls eine Toilette für die Bauarbeiter.
 
Es wurden bereits die Abwasserleitungen verlegt und einige der Medien an die richtige Stelle gebracht. Das Rohr führt alle Medien wie Trinkwasser, Strom, Telekom, TV Kabel in den Hauswirtschaftsraum.
     
Mi 2.9.2009
Heute habe ich mal bei der Umweltbank angerufen, welche uns die Photovoltaik-Anlage finanzieren sollte. Die Telefonnummer meiner Bearbeiterin war erstmal falsch, so daß ich bei jemanden anderen raus kam. Irgendwie hatte ich das Gefühl die Bearbeiter in der Bank zu wecken, dabei war es schon ca 11Uhr. Ich sollte dort meine Vorgangsnummer sagen, was aber auch zu keiner genauen Auskunft führte. Meine Unterlagen waren gerade zur Unterschrift und die Bearbeiterin konnte scheinbar im Computer nichts über den Entscheid des Kreditantrages finden, den sie selber bearbeitet hat. Sie schien sich wage zu erinnern und sagte mir, daß der Kreditantrag wahrscheinlich nicht genehmigt wird. Als Begründung gab sie an, dass wir neu bauen und sie nicht wisse ob wir etwas nachfinanzieren müssen. Abgelehnt sei der Kredit nicht, nur würde dieser für dieses Jahr nicht genehmigt.
Irgendwie ist das unverständlich, selbst wenn ich eine Nachfinanzierung hätte und somit eine höhere monatliche Belastung, wie so soll ich dann nächstes Jahr den Kredit bekommen können? Ich habe doch die Zinsen des Baukredits die nächsten 20-30 Jahre zu zahlen. Vermutlich soll ich erst nach dem Tilgen des Baukredits, den Photovoltaik-Kredit bekommen .
Ich warte erstmal das offizielle Schreiben der Umweltbank ab. Falls es bei einer Absage bleibt, habe ich schon wieder Hoffnung, da die DKB ebenfalls solche Anlage finanziert. Die Konditionen sind ganz gut (monatliche Sondertilgung und kein Grundbucheintrag für die Kreditsicherung). Habe erstmal eine Anfrage an die DKB geschickt, ob diese ebenfalls bei Neubauten keine Kredite vergibt.
Mi 9.9.2009
Heute war wieder richtig was los. Wir hatten heute unsere Bemusterung in Grimma, dem Firmensitz von Kettner-Haus. Insgesamt haben wir 4 Stunden dafür gebraucht. Es ist halt nicht so einfach sich für eine Hausfarbe, Fensterfarbe, Sanitärobjekten, Fensterbänke und und und zu entscheiden.
Auf der Baustelle wurde bereits die Schalung für das Streifenfundament gestellt.
  

Den ersten Bewohner haben wir auch schon. Mietfrei selbstverständlich. Es scheint schon einem zu gefallen 
 
Do 10.9.2009
Vor fast 4 Wochen haben wir die Baugenehmigung erhalten und gleichzeitig unsere Hausnummer bei Bauaufsichtsamt beantragt (die Adresse bekommt man mit der Baugenehmigung). Heute habe ich dort nachgefragt, da wir keine Eingangsbestätigung oder andere Mitteilung erhalten hatten. Die Bearbeitung dauert noch etwa eine Woche. Aber wir haben schon mal die Nummer gesagt bekommen.
Fr 11.9.2009
Die Schalung steht und nun wird das Fundament gegossen. Eine innere Schalungswand gibt es nicht. Der Beton wird bis ans Erdreich gefüllt. Es macht ja auch wenig Sinn, da man dann auf der Innenseite mit anderen Materialien auffüllen und verdichten muß. Man spart dadurch eine Menge Arbeit und Zeit.
      

Sa 12.9.2009
Heute ist die Bestätigung von der DKB für die Finanzierung der Photovoltaikanlage gekommen. Damit können wir endlich die Bestellung für die Anlage auslösen. Dieses Jahr soll diese Anlage noch ans Netz gehen.
Mo 14.9.2009
Die Botenplatte wird gegossen. Leider hatte wir keine Zeit dabei zu sein. Evt. werden wir später noch ein paar Bilder hierfür hinzufügen können, falls unser Bauleiter oder die Bauarbeiter welche gemacht haben.
Di 15.9.2009
Ein Schritt weiter und schon sieht das ganze schon beeindruckend gut aus. Die Bodenplatte ist fertig, die Schalung wurde abgenommen und es wurde begonnen, die Dämmung für das Fundament zu stellen.
    
  

Die Dämmung besteht aus 30cm dickem Stypropor und wird an das Streifenfundament geklebt und mit Sand angefüllt. Dadurch wird die Fläche, die der Kälte des Erdreiches ausgesetzt ist, verringert. Mit einem Hitzedraht werde die Dämmblöcke auf die richtige Länge geschnitten. Dadurch entstehen keine Späne, die in der Gegend rumfliegen und die Blöcke können passgenau aneinander gesetzt werden.

Mi 16.9.2009
London, Nebel, links ein Baum, rechts ein Baum, links eine Eule, rechts eine Eule - Welche Eule fliegt zu erst?

Die Bodenplatte ist fertig und die zweite Teilrechung ist gekommen.
    
Mo 28.9.2009
Heute geht es so richtig los. In den vergangenen Tagen wurden die Steine produziert. Diese werden speziell für das Haus in der KS-Firma (Kalk-Sandstein) zugeschnitten. Es darf also kein Stein fehlen. Damit die Steine richtig verbaut werden, sind diese auf verschiedene Paletten verteilt und nummeriert. Die großen Löcher dienen nur dazu, die Steine maschinell zu bewegen, so daß keine Kanten abbrechen. Beim Mauern, werden diese allerdings von den Bauarbeitern per Hand transportiert.
  
Die Fenster- und Türsturze sind ebenfalls schon in der richtigen Größe vorbereitet. Diese befinden sich auf dem nächsten Bild ganz links.

Während ich meine Fotos machte, wurde der Kran aufgestellt. Als erstes wurden die Gegengewichte montiert, damit der Kran nicht umfällt wenn dieser etwas hebt. Bevor die Arme des Krans ausgeklappt wurden, wurden die Gewichte mit einander verschraubt. Zum Schluß erfolgt ein Test aller Bewegungsrichtungen und ob die Laufkatze (das Ding was am Kran hin und her fährt) am Arm entlang fahren kann.
    
Bevor der erste Stein gesetzt wird, werden eine Bahn aus Dachpappe oder ähnlichem, überall wo Wände stehen sollen, aufgebracht. Dieses verhindert das Aufsteigen von Nässe für den seltenen Fall, daß Feuchtigkeit durch den Beton der Bodenplatte nach oben gelangt. Diese Bahnen werden später auch für die Innenwände verlegt, damit niemand drüberfällt. Anschließend werden diese verschweißt. Zuerst werden an den Ecken je ein Stein gesetzt. Die erste Steinschicht ist die ISO-Kimme. Die ISO-Kimme verhindert eine Wärmebrücke zwischen den Wänden und der Bodenplatte. Die Steine dafür sind speziell dafür entwickelt. Erst die oberen Steinreihen bestehen aus Kalk-Sandstein.
Die Ecksteine werden ausgerichtet und anschließend wird ein weitere Stein aufgelegt, der die bereits gespannten Richtschnüre nach unten ziehen. Damit liegt die Richtschnur an der Oberkante der ISO-Kimm-Steine auf.
    
Die Steine liegen auf einem Mörtelbett, was zum Höhenausgleich der Bodenplatte dient (falls diese nicht exakt gearbeitet ist). Alle Steine oberhalb der ISO-Kimme werden geklebt und nicht mehr mit Mörtel gemauert. Alle anderen Steine werden anschließend von außen nach innen von beiden Seiten gesetzt. Der letzte Stein wird passend gesägt.
  
Zwischendurch werden die Pläne studiert, und ständig nachgemessen und nivelliert.
 
Von weiter weg betrachtet sah die Baustelle wie folgt aus.
   
Di 29.09.2009
Gestern und Heute wurde richtig viel geschafft. Man kann jetzt schon in jeden Raum gehen. Irgendwie sieht alles sooooooo klein aus. Aber das ist ja immer so, oder?
  
 
Mittlerweile kam auch ein Brief von der Berufgenossenschaft Bau. Wir wußten garnicht, daß es sowas gibt. Jedenfalls ist es eine gesetztlich vorgeschriebene Unfallversicherung für Bauhelfer. Mehr erfahrt Ihr unter Versicherungen
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